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Tomaten und Mozzarella - frisch auf den Tisch
Die Augen müssen sich nicht nur an das gedämpfte
Licht gewöhnen, sondern auch an das satte Grün,
das in krassem Kontrast steht zum Braun, Beige, Blassgrün
oder Gelb der trockenen Umgebung außen: Salat
und Sellerie, Bohnen und Kohl, Tomaten und Petersilie
füllen die Beete unter dem gewölbten Schattendach
des lang gezogenen Gewächshauses. Im Hintergrund
aufgeregtes Gackern, in das sich hin und wieder ein
Grunzen mischt oder ein lang gezogenes Muhen. |
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Mit einem zufriedenen,
hier und da auch prüfenden Blick führt uns
Breshnef Diergaardt durch sein kleines Reich - das Selbstversorgungs-Zentrum
(Self Sufficiency Centre, SSC), dessen Manager er ist.
Es besteht aus einem Farmbetrieb mit Gewächshaus,
Hühnern, Schweinen und Rindern, sowie aus zwei
Abteilungen der Weiterverarbeitung für Fleisch-
und Milchprodukte. Der kleine Betrieb, etwa 6 km von
der Cañon Lodge entfernt, gehört ebenso
zum Konzept des Gondwana Cañon Parks wie der
Naturschutz und der Gastbetrieb. Denn hier werden die
Küchenabfälle der Lodges in Form von Schweinefutter
oder Kompost so weit wie möglich wieder verwertet.
Auch zum Naturschutzgebiet steht der Betrieb nicht in
Konflikt, nimmt er doch nur ein bis zwei Hektar Fläche
ein. Grundwasser steht zudem in weitaus größerer
Menge zur Verfügung als für Unterkünfte
und Farmbetrieb benötigt wird. |
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| Das
SSC, so erzählt uns Diergaardt, sei vor etwa
fünf Jahren gegründet worden. Ausgangspunkt
war zunächst die Wiederverwertung der Küchenabfälle,
deren Nährstoffe in einem Wüstengebiet
um so wertvoller sind. So legte man Gemüsebeete
an und hielt Schweine. Heute gibt es auch frei
laufende Hühner und - darauf ist Diergaardt
besonders stolz - 20 Jersey Milchkühe. Neben
dem Gewächshaus sind inzwischen Gemüsebeete
unter freiem Himmel angelegt worden, auf denen
sogar Zucchini und Wassermelonen wachsen... |
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Doch damit
nicht genug. Zurück auf der Lodge, zeigt uns Breshnef
Diergaardt die Weiterverarbeitung von Fleisch und Milch.
Die Schlachterei produziert nicht nur Steaks und Koteletts
für die Abendmahlzeiten, sondern auch Schinken
und Wurst für das Frühstücksbüfett.
In einer kleinen Räucherei werden sogar Rauchfleisch
und Salamis hergestellt. Auch in der Käserei bekommt
man große Augen. Im heißen Wasserbad wird
gerade die Käsemasse für Mozzarella erhitzt,
bevor sie zu einem geschmeidigen Leib geknetet wird.
Und in den Regalen des Lagerraums liegen Dutzende Käseleibe. |
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Hier wird gerade der Salat inspiziert.
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Das SSC deckt
den Bedarf der Cañon Lodge, des Cañon
Village und des Cañon Roadhouse mittlerweile
zu etwa 70 Prozent. Das bedeutet, dass entsprechend
weniger Frischprodukte aus dem rund 100 km entfernten
Ort Keetmanshoop eingekauft werden müssen. Zum
größten Teil werden diese Produkte übrigens
aus Südafrika importiert. Daher bildet das Selbstversorgungs-Zentrum
auch einen Beitrag zur nationalen Kampagne 'Natural
Namibian', mit der Herstellung und Konsum landeseigener
Produkte gefördert werden sollen. Ein weiterer
Pluspunkt ist die Schaffung von Arbeitsplätzen:
Zehn Mitarbeiter haben eine feste Stelle in dem Betrieb
- besonders wichtig in einer Region, in der etwa jeder
Dritte arbeitslos ist. |
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Schließlich
und endlich schwingt auch ein Hauch historischer Nostalgie
mit. Diergaardt erzählt uns von der ehemaligen
Farm Karios, auf dessen Gebiet wir uns befinden: Schon
die beiden Farmgründer, die Gebrüder Schanderl
aus Deutschland, hätten hier zu Beginn des 20.
Jahrhunderts Obst und Gemüse angebaut und es an
die Polizeistationen oder in Keetmanshoop verkauft. |
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Für den
Gast der Unterkünfte der Cañon Collection
dürfte jedoch vor allem eines zählen: Egal
ob Salat, Tomaten, Paprika und Gurken oder Schinken,
Wurst, Gouda, Mozzarella, Quark und Joghurt - alles
ist frisch und lässt einem am Büfett das Wasser
im Munde zusammen laufen. |
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