News 2006News 23.06.06
 

Künftig zünftige Spätzle am Canyon - 23.06.06
"Am meisten hat mich beeindruckt, dass alle Mitarbeiter genau wissen, was sie zu tun haben", sagt Kapenga nach ihrer Rückkehr. "Da gibt es niemanden, den man anweisen muss." Die langjährige Chefköchin hat vier Wochen in Süddeutschland in der Gastronomie gearbeitet - und dabei fast im wörtlichen Sinn einen Blick über den Tellerrand geworfen.

 

Zwei Wochen war sie im Partyservice Paiser in Scherstetten beschäftigt, 10 Tage im Restaurant des Erlebnisbads bei Passau - beides Unternehmen des Catering-Unternehmers Kurt Paiser. Im Mittelpunkt des intensiven Praktikums standen Ideenreichtum und Auge beim Herrichten von Party-Häppchen und Snacks, die hohe Kunst des Kochens und die Organisation der Arbeitsabläufe in der Küche. Um einen guten Überblick zu erhalten, hat sie wechselnde Aufgaben erhalten. So bereitete sie im Restaurant Salate, arrangierte die Speisen auf dem Teller und half am Büfett.

Als Chefköchin war sie natürlich vor allem darauf aus, ihr Repertoire zu erweitern. Besonders interessant waren für sie traditionelle Gerichte wie Krautkrapfen oder
 
Stolz präsentiert sie die traditionellen Krautkrapfen: Theresia Kapenga mit Chefkoch Ulrich Roßmeisl, Inhaber Kurt Paiser und den Auszubildenden Benjamin Riebandt und Michael Appelt (v.l.n.r.). Foto: Verena Treischl, SZ Schwabmünchen.
  Semmelknödel. "Am meisten freue ich mich darüber, dass ich gelernt habe, wie man Spätzle und Knödel zubereitet", strahlt die 38-Jährige und fügt hinzu: "Sehr lecker finde ich auch Gyros."  

  Theresia machte sogar Schlagzeilen: Die SZ Schwabmünchen befragte die Namibierin zu ihrem Praktikum und veröffentlichte einen Bericht mit Foto. Überschrift: "Eine Afrikanerin kocht Krautkrapfen". In dem Artikel wird zudem erwähnt, dass ihre Gastgeber auch etwas von ihr gelernt hätten. Zum Beispiel, nicht so leicht Stress aufkommen zu lassen, sondern stets die Ruhe zu bewahren.  

Ermöglicht wurde das Praktikum durch den Papierindustrie-Experten Claus Palm, der 2005 im Zuge einer Urlaubsreise die Cañon Lodge besucht hatte. Nach einem abendlichen Gespräch mit Gondwana-Geschäftsführer Mannfred Goldbeck beschloss er, das Ausbildungsprogramm zu unterstützen. Mit seinen Kontakten zu Gastronomen in Süddeutschland organisierte er drei Praktikumsplätze - den für Kapenga und für zwei weitere Mitarbeiter. Der Flug wurde von Air Namibia ermäßigt. Den Großteil der Kosten für Flug, Visum, Versicherung und Taschengeld übernahm ein anonymer Spender.

   

  Theresia Kapenga als Touristin in Deutschland... hier beim Besuch von Schloss Neuschwanstein.  

Und was hat Theresia Kapenga aus Deutschland mitgebracht? Vor allem Rezepte! So brauchen sich Gäste der Cañon Lodge künftig nicht zu wundern, wenn sie süddeutsche Spezialitäten auf dem Büfett finden: "Ab und zu werde ich Spätzle machen", kündigt Kapenga an, "denn das schmeckt ganz hervorragend zu unseren Wildgerichten."
  - Mehr zu unserem Ausbildungsprogramm finden Sie unter
- GDC/Gondwana Konzept/Ausbildung
- Zum Unternehmen Paiser unter www.paiser.de

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