News 2006News 02.03.06
 

Springböcke vollführen Luftsprünge - 02.03.06
"Das waren keine flüchtigen Schauer, sondern sintflutartige Regenmassen, die da herunter prasselten und die trockenen Flussläufe mit reißenden Fluten füllten", erzählt Aktivitäten-Manager Fritz Curschmann. "Durch unser 'Rosijntjiebos'-Rivier zwischen Cañon Lodge und Cañon Village wälzten sich im Januar gleich dreimal die Wassermassen." Die meisten Wege im Park wurden überspült, so dass es zur Alltäglichkeit wurde, Autos durch dicken Sand abzuschleppen. Da sich die Zufahrtsstraße zur Cañon Lodge in eine Teststrecke für Geländewagen verwandelt hatte, wurden alle Fahrzeuge ohne Allradantrieb durch eilig zusammen gezimmerte Schilder über das Cañon Village umgeleitet.

 

   

Die meisten Wege im Park wurden überspült, so dass es zur Alltäglichkeit wurde, Autos durch dicken Sand abzuschleppen.

Zwei Gäste des Parks, Julian und Michelle Probets aus England, hatten im Januar ein besonders abenteuerliches Erlebnis: "Das Unwetter hatte Überschwemmungen verursacht, und unsere Unterkunft, das Cañon Roadhouse, war wegen der Wassermassen in den Flussläufen nicht erreichbar. Wir waren auf einem Reitausflug, als sich das Gewitter entlud. Gestrandet und klatschnass warteten wir eine Weile ab, ob es wieder aufklaren würde, aber bald war deutlich, dass keine Besserung zu erwarten war. Nass bis auf die Haut bekamen wir ein Zimmer, konnten eine heiße  
Julian und Michelle Probets aus England.
  Dusche nehmen, und unser Gastgeber Fritz ließ uns einige seiner eigenen Kleidungsstücke bringen. Um 20 Uhr 30 fanden wir uns an der Bar ein, denn einen Drink hatten wir jetzt dringend nötig. Uns wurde nicht nur Unterkunft gewährt, sondern obendrein wurden wir von Fritz und Fiona (Holton, Betriebsleiterin) auch zum Abendessen eingeladen. Eine fantastische Mahlzeit! Und in so angenehmer Gesellschaft! Mein persönlicher Dank an das gesamte Personal, auch an Alex, den Reitführer, der sich während des Ausritts und während des Gewitters rührend um uns kümmerte. Am nächsten Tag fuhren wir weiter, 20 Stunden später als vorgesehen, aber mit dem Gefühl, hervorragend betreut worden zu sein." Julian Probets (Abteilungsleiter bei Thomas Cook Airlines, Großbritannien)  

  Mitte Februar wurde es noch schlimmer: An einem Tag fielen innerhalb kürzester Zeit etwa 60 mm Regen. Die braunen Fluten bahnten sich ihren Weg durch Vorratskammer und Unterkünfte einiger Mitarbeiter und trugen auch den alten Lastwagen - Markierung der Lodge-Zufahrt - Hunderte Meter davon.  

"Am Cañon Roadhouse in der Mitte des Gondwana Cañon Parks haben wir allein im Januar und Februar 180,5 mm gemessen", sagt Park Manager Otto von Kaschke. "Normalerweise fallen hier etwa 80 mm im ganzen Jahr." Das Veld (die Wildnis) ist grün und gleicht mit seiner Fülle von Blumen einem Garten. Außerdem kommen viele Pflanzen zum Vorschein, die jahrelang nicht zu sehen waren. Fritz Curschmann fügt hinzu: "Immer wieder sieht man Springböcke herum hopsen, in ihrer typisch federnden Art, als könnten sie sich vor Freude nicht einkriegen." Andere Wildarten, darunter Bergzebra, Gemsbock, Springbock und Kuhantilope, fühlen sich ebenfalls sichtlich wohl.  
Die braunen Fluten bahnten sich ihren Weg auch in die Waschküche.

Ganz Namibia freut sich über eine außergewöhnlich gute Regenzeit. Viele Riviere führten Wasser und schnitten manchem Touristen den Weg zur nächsten Unterkunft ab. Die Stauseen des Landes - wichtig für die Trinkwasserversorgung - sind zum Teil randvoll. Überall zeigt sich die Wüste in ihrem grünen Gewand...
  - Meldung zum Regen landesweit siehe
- www.gondwana-desert-collection.com
- Meldung zum Regen in den anderen Parks der Gondwana Desert
- Collection siehe
- www.gondwana-kalahari-park.com,
- www.gondwana-sperrgebiet-rand-park.com und
- www.gondwana-namib-park.com

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